Jugendforum Porta Westfalica
Erklärungsvideo "Was ist ein Jugendforum?"
Das Kinder- und Jugendforum ist eine offene, jährlich stattfindende Versammlung, in der Kinder und Jugendliche ihre eigenen Themen, ihre Kritik und Wünsche für Porta Westfalica oder für ihren Stadtteil vorbringen und bearbeiten können. Die Teilnahme steht allen Kindern und Jugendlichen offen und ist nicht an eine Wahl gebunden.
Ziele | • der Meinung von Kindern und Jugendlichen mehr Gewicht in der Kommune geben • die Partizipation allen Kindern und Jugendlichen ermöglichen • den Dialog zwischen jungen Menschen und der Politik fördern und verstetigen |
Vorteile | Das Kinder- und Jugendforum steht allen Kindern und Jugendlichen offen, es wird kein Anspruch auf Repräsentativität erhoben. • Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit, sich punktuell zu beteiligen, ohne sich dauerhaft auf eine Gremienarbeit festlegen zu müssen. • Viele Kinder und Jugendliche können direkt zu Wort kommen und ihre Anliegen, ihre Kritik und ihre Wünsche aus ihrer Lebenswelt artikulieren. • Es findet ein persönlicher, direkter Kontakt zwischen Kindern/Jugendlichen und den erwachsenen Akteuren in einer Kommune statt, die eine Grundlage für ein besseres gegenseitigen Verständnis bildet. |
Nachteile | Die offene Struktur kann dazu führen, dass manche Altersstufen, Stadteile, Schulen … auf dem Forum entweder zu wenig oder überrepräsentiert sind. • ggf. unverbindlicher Charakter bei der Umsetzung der Anliegen der Kinder und Jugendlichen • Der Informationsfluss (z. B. zum Stand der Umsetzung) ist bei offenen Gruppen schwerer zu steuern als bei einer festen Gruppe. • ggf. zu lange Zeiträume zwischen den Foren |
Tabelle angelehnt an: Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Durchführung
Bei dem Kinder- und Jugendforen handelt es sich um eine Versammlung mit bis zu 120 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen, die hier die Möglichkeit bekommen, ihre aktuellen Themen und Anliegen öffentlich zu verbalisieren. Darüber treten sie in einen Austausch mit erwachsenen Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und anderen kommunalen Akteur*innen und entwickeln Maßnahmen und Strategien, die zur positiven Gestaltung ihrer Lebenswelt beitragen.
Das Forum ist auf Dauer angelegt und findet einmal jährlich statt. Es wird durch die Bürgermeisterin, die Empfehlung des Jugendhilfeausschusses und einen Ratsbeschluss unterstützt. Für die Kinder und Jugendlichen zeichnet sich diese Beteiligungsform insbesondere durch ihre Offenheit aus: Das Forum wendet sich an alle jungen Menschen innerhalb eines Sozialraums und die Teilnahme ist nicht an eine Wahl oder Delegation gebunden. Auch die Häufigkeit der Teilnahme an den Foren und Übernahme von Aufgaben und Pflichten bzw. die Weiterarbeit nach dem Kinder- und Jugendforum ist nicht reglementiert. Durch diese Offenheit stellt das Jugendforum für die jungen Menschen eine ansprechende Beteiligungsform dar, die sich (zunächst) nur punktuell engagieren und nicht dauerhaft verpflichten wollen. Die Altersspanne liegt ca. bei 12- 18 Jahren. Je nach Themen können aber auch jüngere Teilnehmende oder Teilnehmende bis
maximal 27 Jahre an dem Jugendforum teilnehmen.
Während des Jugendforums gibt es die Möglichkeit Kontaktdaten auszutauschen. Zu jedem vorgetragenen Thema soll möglichst eine Patenschaft einer erwachsenen Person aus der Politik oder Verwaltung übernommen werden, die im Nachgang das Thema weiter mit den jungen Menschen bearbeitet und Rückmeldung zu Fortschritten gibt.
Zugleich bietet das Patenschafts-Modell auch für die jungen Menschen die Möglichkeit direkt bei der verantwortlichen, erwachsenen Person nachzufragen und weitere Anstöße für das Thema zu geben. Durch das Aufeinandertreffen während des Jugendforums können die jungen Menschen, den Paten der Projekte Personen zuordnen, die ihnen nicht mehr fremd sind und die Hemmschwelle nachzufragen wird geringer.
