Holzhausen an der Porta

    Holzhauser Windmühle © Mühlengruppe Holzhausen

    In einer der schönsten Gegenden Norddeutschlands an der Westfälischen Pforte im Großen Weserbogen liegt Holzhausen, in Urkunden auch "Holthusen" oder plattdeutsch "Holsen" genannt.  Auf einer Fläche von 908 ha leben hier 4.194 (Stand 31.12.2017) Einwohnerinnen und Einwohner.

    Hilmar Rocke, von 1926 bis 1963 Pfarrer in Holzhausen, beschrieb in seinem Buch "Das Himmelreich auf Erden ..." Holzhausen an der Porta:

    "Wenn du die Augen hebst, siehst du den herbstlichen Rücken der Weserberge so bunt und weich geschwungen, dass du Verlangen spürst, einmal mit den Händen darüber hinzustreichen wie über den bunten Rücken einer Katze, die schnurrend die Stunde verschläft, die Stunde zwischen Tag und Traum. Sind aber die rötlichen Wolken hinuntergesunken und beginnt das langsame Sichlösen, Sichentformen der Dinge im abendlichen Meer der Luft, dann haften deine tagmüden Augen an dem kleinen Dorf, dessen Häuser vom Weserufer langsam aufwärts den sanften Hügelrücken emporsteigen und in den Zwischenraum der Hügelkette hineinwinken, den man die Porta heißt. Dies ist Holzhausen."

    Von den sandigen und steinigen Böden des Heesens und des Findels über die ertragreichen Waldböden im Ostteil bis zur fruchtbaren Masch entlang der Weser sind in Holzhausen die verschiedensten Böden anzutreffen. Die höchste Erhebung des Ortes ist die Huxhöhe mit 96,9 m über NN.

    Holzhausen an der Porta im Spiegel der Geschichte:

    1099: erste urkundliche Erwähnung
    Der Mindener Bischof Widelo übergibt den Hof „Holthusum- Schalkeberg ( Schalksburg)“ der Edelfrau Reinildis.

    1153 - 1170
    Zur Zeit des Bischofs Werner gehören eine Mühle mit den erforderlichen Einrichtungen zum Holzhauser Hof. Für die Bewirtschaftung sorgen 150 Leibeigene beiderlei Geschlechts. Mit Beginn des 13. Jahrhunderts geht die Blütezeit des Bistums Minden zu Ende. Die Ritter haben ihre Funktion verloren. Sie verarmen bzw. werden kriminell (Raubrittertum, Plünderungen). Die Bevölkerung leidet bei kärglichen Erträgen in der Landwirtschaft unter Epidemien und Hungersnöten.

    um 1300: Die Kirche verliert nach und nach ihre weltliche Macht.
    Zerfall der mittelalterlichen Ordnung. Ende des universellen Papsttums. Säkularisation (Verweltlichung der Macht).

    1540: Holzhausen wird evangelisch.
    Die Kirche verliert ihre Verwaltungsämter und Rechte. An der Spitze der Verwaltungsämter steht ein weltlicher Leiter, genannt „Droste“. Holzhausen gehört zum Amt Hausberge.

    1618 - 1648: Der 30-jährige Krieg
    bringt Not und Elend. Nach dem „Westfälischen Frieden“ von Münster und Osnabrück kommt Holzhausen mit Ravensberg zu Preußen.

    1640 - 1688: In der Regierungszeit des Großen Kurfürsten
    wird die Holzhauser Mark, die bis an den heutigen Ortskern reicht, geteilt.

    1750 - 1763: In der Zeit Friedrichs des Großen
    ,
    vor allem im 7-jährigen Krieg, sind Not und Plünderungen verbreitet.

    1914 - 1918: Der Erste Weltkrieg
    bringt 80 Holzhausern den Tod.

    1939 - 1945: Im Zweiten Weltkrieg
    fallen 215 Holzhauser.

    1967
    Noch vor der Gebietsreform (1973), durch die Holzhausen ein Stadtteil von Porta Westfalica wird, gründen die Holzhauser Vereine im Jahre 1967 die Dorfgemeinschaft, aus der später die heutige Ortsgemeinschaft Holzhausen an der Porta e.V.  hervorgeht. Das erste Dorfgemeinschaftsfest fand 1968 statt.

    1998
    Im diesem Jahre feiert die Ortsgemeinschaft ihr 30-jähriges Bestehen. Hauptziele sind neben der Veranstaltung des Ortsgemeinschaftsfestes (es wird alle zwei Jahre gefeiert) die Heimat- und Brauchtumspflege, die Unterstützung der Jugend- und Seniorenarbeit sowie Aufgaben auf dem Gebiet des Umweltschutzes.

    1999: Das Ortsjubiläum
    Im Auftrag der Stadt Porta Westfalica organisiert die Ortsgemeinschaft Holzhausen die Veranstaltung zum 900-jährigen Ortsjubiläum. Die ev.-luth. Kirchengemeinde Holzhausen an der Porta ist an der Vorbereitung und der Ausgestaltung der Jubiläumsfeierlichkeiten maßgeblich beteiligt. Die Vereine, die Schulen und Kindergärten, sowie andere Gruppen oder Bürger leisten Beiträge zur Darstellung des Lebens in Holzhausen gemäß ihrer Interessenlage. Wenn man es auch nicht beweisen kann, so ist doch die Ansicht nicht unbegründet, dass die erste Kirche in Holzhausen älter ist als die urkundlich erwähnte Ansiedlung.

    (Text: Rainer Traue)

    Ihre Ansprechperson:

    Jörg Burkardt

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    Südkamp 12
    32457 Porta Westfalica 

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    Vorsitzender Ortsgemeinschaft Holzhausen a. d. Porta e.V.
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    Reinhard Geffert

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    Hackfeldskamp 3
    32457 Porta Westfalica 

    Aufgaben

    Vorsitzender Bezirksausschuss I

    Funktion

    Hausberge / Holzhausen
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    Karl-Heinz Wille

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    Kleine Straße 7
    32457 Porta Westfalica 

    Aufgaben

    Ortsheimatpfleger Holzhausen
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