Hausberge


    Das Seidenweberhaus in Hausberge Hausberge ist mit 4.955 (Stand 31.12.2017) Einwohnerinnen und Einwohnern der größte Stadtteil der 1973 gegründeten Stadt Porta Westfalica. Nachdem das vorher selbständige Städtchen Hausberge schon seit 1841 Verwaltungssitz und Zentrum des Amtes Hausberge war, wurde der Stadtteil Hausberge nach dem Willen des Rates unter Einbeziehung von Holzhausen zum Zentralbereich der neuen Stadt Porta Westfalica entwickelt.

    Das geschah nicht nur durch die Umwandlung des bisherigen Amtshauses in das Rathaus der neuen Stadt, sondern mit einer groß angelegten Stadtkernsanierung, die in den Jahren 1978 bis 1988 für große Veränderungen im Zentrum Hausberges sorgte. Mit öffentlichen, aber vor allem auch großen privaten Investitionen wurde der Stadtkern mit neuem Wohnraum, mit Geschäften, Dienstleistungsbetrieben und Verwaltungserweiterungen ausgestattet. Zusätzlich wurde ein Verkehrskonzept mit leistungsfähigen Straßen am Rande des Zentrums, ausreichenden Parkplätzen und fußläufigen Verbindungen im innerstädtischen Bereich umgesetzt.

    Außerdem wurde Hausberge Sitz eines großen Schulzentrums an der oberen Hoppenstraße mit einem Gymnasium und einer Realschule und dem Sportzentrum Süd, das aus dem Bergsportplatz und einer Großsporthalle besteht. Nicht weit davon gelegen ist im Grenzgebiet zu Holzhausen das Badezentrum. Hinzu kommen weitere städtische Einrichtungen wie die Hausberger Grundschule, ein Bürgerbegegnungs- zentrum, die zentrale Stadtbücherei, ein Jugendzentrum und die städtische Musikschule. Und auch die hauptamtliche Feuer- und Rettungswache hat seit 1978 ihren zentralen Platz in Hausberge, zunächst im Kirchsiek, ab 1984 am Fähranger.
    Hausberge © Hans Münstermann

    Hinzu kam zu dieser städtischen Entwicklung das Bemühen von Rat, Verwaltung und privaten Interessenten – auch schon vor der Eingemeindung im Jahre 1973  -  Hausberge auf Grund der Lage in wunderschöner Landschaft umgeben von Wesergebirge, Hausberger Schweiz und Weseraue für den Fremdenverkehr zu erschließen und zu einem Kurort zu entwickeln. Dieses Bemühen gipfelte in der Anerkennung als Luftkurort im Jahre 1981 und als Kneippkurort drei Jahre später.

    Das Haus des Gastes, der 1980 fertig gestellte Kurpark, das Kurmittelhaus, hervorragende gastronomische Betriebe und Beherbergungsunternehmen legen noch heute Zeugnis ab von diesem rasanten Aufschwung in den vergangenen Jahrzehnten, obwohl in der jüngeren Vergangenheit die Gesundheitsreform und andere wirtschaftliche Krisen der Kurortentwicklung Hausberges ein Ende setzten. Dieser leider nicht aufzuhaltenden Entwicklung fielen 1997 und 1998 auch die beiden Kurkliniken zum Opfer. Das Ausbleiben der vorher zahlreichen Kurgäste bedeutete natürlich eine große wirtschaftliche Schwächung in vielen Bereichen Hausberges.

    Inzwischen hat sich der dadurch notwendige Strukturwandel aber weitgehend erfolgreich vollzogen, nicht zuletzt durch die Umorientierung auf andere Zielgruppen, bei denen z. B. Wandern, Radwandern und Wellness im Vordergrund stehen. Natürlich gehören zum liebenswerten Stadtbild Hausberge auch die zahlreichen Neubaugebiete besonders im oberen Teil des Ortes, der sog. Hausberger Schweiz, deren Bewohner vor allem das Wohnen in reizvoller, naturnaher Umgebung schätzen. Gasse in Hausberge mit Blick auf das Kaiser-Wilhelm-Denkmal

    Zu erwähnen sind aber auch die noch erhaltenen Gebäude im Stadtkern, die von der weiter zurück liegenden Geschichte Hausberges zeugen und den städtebaulichen Reiz des ehemaligen Titularstädtchens Hausberge ausmachen.

    Ausgangspunkt für die Siedlungsgeschichte Hausberges war die Schalksburg, die im Jahre 1019 erstmals in Dokumenten erwähnt wurde. Im Besitz der Edlen Herren zum Berge, einflussreichen Stiftsvögten der Mindener Bischöfe, wird sie seit dem 12. Jahrhundert „Haus zum Berge“ genannt, woher unschwer der Name Hausberge abzuleiten ist. Das „Haus zum Berge“ wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts niedergebrannt und später im Renaissance-Stil weitgehend so wieder aufgebaut, wie wir die Burg als Kupferstich Merians aus dem Jahre 1647 kennen. Weil im Laufe der folgenden Jahrzehnte das Geld zur Erhaltung der Burg fehlte, verfiel sie langsam und wurde 1723 auf Geheiß des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. abgebrochen. Kurz nach diesem Ereignis wurde auf dem Schlossberg, wohl unter Verwendung von Bauteilen der ehemaligen Schalksburg, das Gebäude erbaut, das wir heute in restaurierter Form sehen und das allgemein Schalksburg oder auch „Schloss“ genannt wird.

    Wichtig für die Entwicklung Hausberges waren die Burgmannen, die sich mit ihren Familien und Bediensteten in der Nähe der Burg ansiedelten und zusammen mit den Amtsleuten die kleine Siedlung um die Burg gründeten. Diese Siedlung bekam 1613 Markt- und 1720 die Stadtrechte vom preußischen König verliehen. Noch heute gibt es, liebevoll von Privatinvestoren restauriert, zwei Burgmannshöfe am Marktplatz und einige Fachwerkhäuser, die ihren Ursprung im 17. Jahrhundert haben und zum liebens- und lebenswerten Charakter Hausberges beitragen.

    Nicht zuletzt bei den beliebten und traditionsreichen Festen wie dem Hausberger Freischießen, dem Stadtfest, der Gourmetmeile „Porta tischt auf“ oder dem Weihnachtsmarkt sorgen diese historischen Gebäude für das jeweils passende Ambiente.

    (Text: Hans-Martin Polte - Bilder: Hans Münstermann)

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    Vorsitzender Bezirksausschuss I

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    Hausberge / Holzhausen
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    Herbert Wiese

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    32457 Porta Westfalica 

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    Ortsheimatpfleger Hausberge
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