Eisbergen - zwischen Weser und Gebirge

    Brücke in Eisbergen Eisbergen mit seinen etwa 3.383 Einwohnerinnen und Einwohnern (Stand 31.12.2017) ist ein alter Ort. Nach der Hildburglegende wurden 896 in Eisbergen zwei Kirchen gegründet, die im damaligen Ostereisbergen gegründete Kirche gilt als der Ursprung der heutigen Dorfkirche. Die Kirche in Westereisbergen überdauerte die Zeiten nicht. Dies deutet darauf hin, dass Eisbergen aus mehreren Altsiedlungen zusammengewachsen ist.

    Am Twiesbach lag Westereisbergen, am Eiserbach Ostereisbergen und am Fülmer Bach Fülme. Dazu kam das nördlich gelegene Appenhusen. Aus den links der Weser aufgegebenen Orten Hatteln und Ottbergen wurden im späten Mittelalter einige Höfe nach Ostereisbergen verlegt. Sie behielten ihr Land auf der gegenüberleigenden Weserseite, so dass Eisbergen als einziger Stadtteil im weiten Umkreis bis heute Ländereien auf beiden Seiten der Weser hat.

    1887 kamen noch einigen bis dahin zu Lohfeld gehörende Höfe zu Eisbergen, die heute den Ortsteil Ahmserort nördlich der Autobahn bilden. Die Höfe von Westereisbergen wurden nach Ostereisbergen verlegt. Auch das Gut wurde um 1615 vom früheren Westereisbergen nach Ostereisbergen an seinen heutigen Standort verlegt. So wurde aus Ostereisbergen Eisbergen. Von diesen Umschichtungen wurde nur Fülme nicht betroffen. Es besteht im Kern immer noch aus der frühen Siedlungsreihe am Fülmer Bach und den nördlich anschließenden Einzelhöfen aus der jüngeren Siedlungsperiode.

    Einen großen Einfluss auf die Dorfentwicklung hatte der Bau der Eisenbahn und des Bahnhofs. Der Bahnhof wurde weit im Westen angelegt, damit er auch von Veltheim aus erreichbar war. Der Bahnhof machte es möglich, in Eisbergen wohnen zu bleiben und andererorts eine Arbeit zu haben. So entwickelte sich die Bebauung vom alten Dorfkern in Richtung Westen. Da der eigene Gemüsegarten fast immer und ein kleines Kartoffelfeld oft dazu gehörten, waren die Grundstücke relativ groß. Oft wurde ein Schwein gehalten, das zu Beginn des Winters geschlachtet wurde. In vielen Haushalten wurde eine Ziege für die Versorgung mit Milch und Butter gehalten.

    Nach dem zweiten Weltkrieg siedelten sich viele Flüchtlinge in Eisbergen an, was zu einer weiteren Verdichtung der Bebauung führte. Bis zum Bau der Eisenbahn war Eisbergen fast ein reines Bauerndorf. Danach wurde es zunehmend Wohndorf von Arbeitskräften, die außerhalb ihre Arbeit hatten. Heute gibt es in Eisbergen nur noch drei Vollerwerbshöfe und vier in Fülme. Auch Handwerk, Handel und Gewerbe bieten im Dorf relativ wenig Arbeitsplätze. So sind die meisten Berufstätigen Pendler in die umliegenden Städte oder in andere Ortsteile von Porta Westfalica.

    Trotzdem hat Eisbergen eine relativ gute Infrastruktur: Es gibt einen Supermarkt, ein Textilgeschäft, einen Architekten, ein Baugeschäft, eine Klempnerei und einen Heizungsbauer, eine Bäckerei und einen Bäckerladen, mehrere Gaststätten, Auto- und Motorradwerkstätten, Holzhandwerker, eine Gärtnerei, einen Drogeriemarkt, einen Schulbedarf- und Zeitschriftenladen und sogar einen Computerladen. Bei Ärger mit dem Finanzamt hilft ein Steuerberater, in anderen Rechtsfragen eine Anwaltsgemeinschaft. Geldgeschäfte kann man bei zwei Banken erledigen. Für die Gesundheit sorgen mehrere Hausärzte, ein Zahnarzt und eine Apotheke. Kinderbetreuung ist vom dritten Lebensjahr an im Kindergarten gewährleistet. Eine Grundschule mit Ganztagsschule steht für den Ausbildungsbeginn bereit. Weiterführende Schulen gibt es in den Portaner Ortsteilen Hausberge, Lerbeck und Holzhausen.

    Eine lebendige evangelische Kirchengemeinde spielt eine große Rolle. In zahlreichen Vereinen werden verschiedene Interessen gepflegt. Freunde des Fußballs und des übrigen Sports, der Hühner- und der Taubenzucht, des Schießsports und alter Windmühlentechnik finden ihren Verein im Stadtteil. Es gibt sogar Freunde des Motorrades und von Alttraktoren. Alle Vereine, Institutionen und Interessierte haben sich in der Dorfgemeinschaft zusammengefunden. Hier werden Termine abgestimmt und gemeinsame Veranstaltungen geplant und vorbereitet. Geschichte und Gegenwart machen Eisbergen zu einem Ort, an dem es sich zu leben lohnt.

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    Hans Bonorden

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    Tel.: 05751 8332

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    Weserstraße 34
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    Sprecher Dorfgemeinschaft Eisbergen
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    Karsten Donnecker

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    32457 Porta Westfalica 
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