Lärmkartierung und Lärmaktionsplan

    Aktuell:


    Beschluss zur Lärmaktionsplanung der 3. Stufe der Stadt Porta Westfalica (Stand: Juli 2018)

    Der Rat der Stadt Porta Westfalica hat in seiner Sitzung am 09.07.2018 die vorliegende Lärmaktionsplanung der 3. Stufe beschlossen. Die Lärmaktionsplanung können hier als PDF heruntergeladen werden:

    DateiartDateiname

    Lärmaktionsplanung der 3. Stufe der Stadt Porta Westfalica (Text)

    Lärmaktionsplanung der 3. Stufe der Stadt Porta Westfalica (Plandarstellungen)


    Öffentlichkeitsbeteiligung zur Lärmaktionsplanung der 3. Stufe der Stadt Porta Westfalica (Stand: Mai 2018)

    Die Belastung durch Lärm wird als eines der größten Umweltprobleme in Europa bezeichnet. Mit der EG-Umgebungslärmrichtlinie hat die EU darauf hin eine Regelung zu Schallimmissionen getroffen. Die Richtlinie verfolgt das Ziel, ein gemeinsames Konzept festzulegen, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern. Hierzu soll zunächst die Belastung durch Umgebungslärm anhand von Lärmkarten ermittelt werden und darauf aufbauend ein Lärmaktionsplan aufgestellt werden.

    Der Ausarbeitung der aktuell vorliegenden Lärmkarten ging bereits in den letzten Jahren die Erarbeitung der Lärmkarten und Lärmaktionspläne der 1. und 2. Stufe voraus.

    Mit dem darauf aufbauend fortgeschriebenen Lärmaktionsplan sollen die bereits vorgeschlagenen Maßnahmen zur Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen im Bereich Straße überprüft und ggf. aktualisiert werden. Der Entwurf des Lärmaktionsplanes liegt vom 23.05. bis zum 18.06.2018 in den Dienststunden im 2. OG des Rathauses der Stadt Porta Westfalica, Kempstraße 1 öffentlich aus. Die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt werden mit dieser öffentlichen Auslegung angesprochen, Hinweise zu geben, die ggf. einzuarbeiten sind, so dass der Plan dann durch den Rat der Stadt Porta Westfalica beschlossen werden kann.

    Hinweise zum Entwurf der Lärmaktionsplanung können alternativ im oben angegebenen Zeitraum auch an folgende Emailadresse geschickt werden: .

    Die Lärmkartierung der 3. Stufe entlang der Straßen ist seit dem 24.01.2018 auf folgender Internetseite einsehbar:
    http://www.umgebungslaerm.nrw.de

    Die Lärmkartierung entlang des Schienennetzes ist auf folgender Internetseite einsehbar: www.eba.bund.de/lap


    Öffentlichkeitsbeteiligung zur Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes (Stand: Januar 2018)

    Zurzeit läuft die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung für alle Haupteisenbahnstrecken des Bundes. Bis zum 25. August 2017 haben die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, sich an der Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes zu beteiligen.

    Es besteht die Möglichkeit, sich über eine entsprechende Anwendung auf der Informations- und Beteiligungsplattplattform (www.laermaktionsplanung-schiene.de) an der Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes zu beteiligen. Alternativ hierzu können Beteiligungen auch per Post an die Redaktion Lärmaktionsplanung, Postfach 601230, 14412 Potsdam geschickt werden. Der Fragebogen kann über die angegebene Internetadresse heruntergeladen oder postalisch über obenstehende Adresse angefordert werden.


    Lärmsanierungsmaßnahmen der Deutschen Bahn (Stand: Oktober 2016)

    Die DB Netz AG plant die Errichtung von Lärmschutzwänden in der Stadt Porta Westfalica entlang der Haupteisenbahnstrecke zwischen den Stadtgrenzen von Minden und Bad Oeynhausen. Geplant sind sechs Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von ca. 4.500 m und einer Höhe von 3,0 m über Schienenoberkante in Neesen (beidseitig), in Holzhausen am Vogelparadies sowie in Costedt am Dammweg (jeweils auf der Nordwestseite) und in Vennebeck (Südostseite). Ergänzend sind passive Lärmschutzmaßnahmen geplant. Es wird eine erhebliche Verminderung der heutigen Lärmbelastung der Anwohner im Bereich der Bahnstrecke erwartet. Lärmsanierungsmaßnahmen sind freiwillige Leistungen des Bundes und werden von der Deutschen Bahn in dem Umfang umgesetzt, der vom Bund finanziert wird. Die Finanzierung der geplanten Maßnahmen ist erst nach Mittelfreigabe durch das Eisenbahnbundesamt gesichert. Die Maßnahmen wurden in der Sitzung des Ausschusses für Planung, Umweltschutz und Bauwesen am 26.10.2015 durch einen Vertreter der DB Netz AG aus Hannover vorgestellt. Mit Datum vom 22.06.2016 erfolgte die Plangenehmigung durch das Eisenbahnbundesamt. In den politischen Gremien wurde entschieden, die Ausführung der Lärmschutzwände in der Variante „Achim“ auszuführen: oben schilfgrün, unten olivgrün, Pfosten olivgrün. Mit den Vorarbeiten für die Wände auf der Westseite in Neesen wurde Anfang 2017 begonnen. Ab September 2017 folgen dann die Wände auf der Ostseite, in den südlichen Stadtteilen ab 2018. Die Durchführung der passiven Maßnahmen (Eigenbeteiligung 25%) erfolgt nach Baubeginn der aktiven Maßnahmen.


    Übersicht der geplanten Lärmschutzwände:

    Lärmschutzwand Nord - (c) Geobasisdaten: Bezirksregierung Köln, www.geobasis.nrw.de

    (c) Geobasisdaten: Bezirksregierung Köln
    www.geobasis.nrw.de


    Lärmschutzwand Süd - (c) Geobasisdaten: Bezirksregierung Köln, www.geobasis.nrw.de

    (c) Geobasisdaten: Bezirksregierung Köln
    www.geobasis.nrw.de


    Aufgrund eines Bürgerantrages, der im Haupt- und Finanzausschuss am 04.11.2015 beraten wurde, wurde beschlossen für die Bereiche des Nachtigallenweg in Hausberge sowie für weserzugewandte Flächen in Barkhausen eigene Schallpegelmessungen vorzunehmen, da vermutet wird, dass die durch den Bahnverkehr verursachten Geräusche die zulässigen Lärmwerte überschreiten.

    Zur Beurteilung der Lärmsituation ist ein Beurteilungspegel gem. Anlage 2 zu § 4 der 16. BImSchV zu ermitteln. Der Beurteilungspegel entspricht einem äquivalenten Dauerschallpegel mit Zu- und Abschlägen und kann nicht durch Einzelmessung ermittelt werden. Die DB Netz AG wurde daher angefragt, für ausgewählte Punkte in Barkhausen und Hausberge Beurteilungspegel zu errechnen.

    Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die maßgeblichen Grenzwerte eingehalten werden, wenn auch teilweise sehr knapp.




    Die Belastung durch Lärm wird als eines der größten Umweltprobleme in Europa bezeichnet. Mit der EG-Umgebungslärmrichtlinie hat die EU darauf hin eine Regelung zu Schallimmissionen getroffen. Im Sinne dieser Richtlinie werden als Umgebungslärm unerwünschte oder gesundheitsschädliche Geräusche bezeichnet, die vor allem durch Verkehrslärm wie Straßen-, Eisenbahn- und Flugverkehr verursacht werden.

    Zielsetzung

    Ausschnitt LärmkartierungDie Richtlinie verfolgt das Ziel, ein gemeinsames Konzept festzulegen, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern (Art. 1 Abs.1 EG-Umgebungslärmrichtlinie). Hierzu sollen schrittweise folgende Maßnahmen durchgeführt werden:

    • Ermittlung der Belastung durch Umgebungslärm anhand von Lärmkarten
    • Information der Öffentlichkeit über Umgebungslärm und seine Auswirkungen
    • Aufstellung von Lärmaktionsplänen

    Lärmkartierung

    Anhand von Lärmkarten soll eine komplexe Bewertung über die aktuelle oder voraussichtliche Lärmsituation ermöglicht werden. Zur Beschreibung der Schallbelastung wurden die Kenngrößen LDEN (Tag-Abend-Nacht-Lärmindex) und LNight (Nacht-Lärmindex) definiert. Bei LDEN handelt es sich um einen Dauerschallpegel, der einen Indikator für die Belästigung darstellt. Der Beurteilungszeitraum beträgt dabei ein Jahr. Der Nacht-Lärmindex LNight ist der Dauerschallpegel, der anhand der gesamten Nachtwerte eines Jahres ermittelt wird und über dessen Höhe Aussagen über Schlafstörungen gemacht werden können. Die Nacht entspricht einem Zeitraum von 8 Stunden. Die Lärmbelastungen werden grundsätzlich rechnerisch ermittelt. Die Ausarbeitung der Lärmkarten hat dabei getrennt für jede Lärmart (Straßenlärm, Schienenlärm, Fluglärm, Industrie- und Gewerbelärm einschließlich Hafenlärm) auf der Grundlage der Lärmindizes LDEN und LNight zu erfolgen. Die Lärmkarten müssen u.a. enthalten:

    • Darstellung der Lärmsituation
    • Geschätzte Anzahl von Menschen in einem lärmbelasteten Gebiet

    In Deutschland sind die Städte und Gemeinden oder die nach Landesrecht zuständigen Behörden für die Ausarbeitung von Lärmkarten und die Durchführung der Aktionsplanung zuständig. Die Erstellung der Lärmkarten hat in zwei Stufen zu erfolgen:

    Für Stufe 1 mussten die Lärmkarten bis spätestens zum 30. Juni 2007 erstellt sein. Dazu gehören:

    • Ballungsräume mit mehr als 250 000 Einwohnern,
    • Hauptverkehrsstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von über sechs Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr,
    • Haupteisenbahnstrecken mit einem Verkehrsaufkommen von über 60 000 Zügen pro Jahr und
    • Großflughäfen mit mehr als 50.000 Flugbewegungen

     Für Stufe 2 mussten die Lärmkarten bis spätestens bis zum 30. Juni 2012 erstellt sein. Dazu gehören:

    • Ballungsräume mit mehr als 100 000 Einwohnern
    • Hauptverkehrsstraßen von über drei Millionen Kraftfahrzeugen und
    • Haupteisenbahnstrecken mit einem Verkehrsaufkommen von über 30 000 Zügen pro Jahr

    Die Lärmkarten sind mindestens alle 5 Jahre nach dem Zeitpunkt ihrer Erstellung zu überprüfen und bei Bedarf zu überarbeiten.

    Die Stadt Porta Westfalica fiel aufgrund der folgenden Straßen- und Schienenstrecken bereits unter die Städte und Gemeinden der 1. Stufe:

    • A2 mit streckenweise bis zu 30,7 Mio Fahrzeugen pro Jahr
    • B482 mit streckenweise bis zu 9 Mio Fahrzeugen pro Jahr
    • B61n mit streckenweise bis zu 8,7 Mio Fahrzeugen pro Jahr
    • B65n mit streckenweise bis zu 6,7 Mio Fahrzeugen pro Jahr
    • Eisenbahn Hannover - Ruhrgebiet mit ca. 111.000 Zügen (Güter- und Personenverkehr) pro Jahr

    Entsprechende Lärmkarten sowie ein Lärmaktionsplan wurden erstellt.

    In der 2. Stufe der Lärmkartierung sind nun noch folgende Straßenstrecken hinzugekommen:

    • L 764 (Hausberger Straße) mit streckenweise gut 3 Mio Fahrzeugen pro Jahr
    • L 780 (Kirchsiek) mit streckenweise bis zu 5,5 Mio Fahrzeugen pro Jahr
    • L 876 (Portastraße/Kreisstraße) mit streckenweise bis zu 4,9 Mio Fahrzeugen pro Jahr

    Die Lärmkartierung der 2. Stufe für die Straßen erfolgte durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, das Eisenbahn-Bundesamt ist für die Erstellung von Lärmkarten entlang des Schienennetzes zuständig. Die daraus resultierende Lärmaktionsplanung ist Aufgabe der Stadt Porta Westfalica. Die Lärmkartierung der 2. Stufe entlang der Straßen ist seit dem 24.10.2012 auf folgender Internetseite einsehbar:
    http://www.umgebungslaerm.nrw.de

    Die Ergebnisse der Lärmkartierung entlang der Eisenbahnstrecken können auf folgender Internetseite eingesehen werden:
    >> Kartenapplikation des Eisenbahn-Bundesamtes

    Mit Beschluss vom 15.07.2013 wurde der Lärmaktionsplan der Stadt Porta Westfalica für die 2. Stufe beschlossen. Da es im Bereich Schienenverkehr keine wesentliche Änderung der Situation aus der Kartierung der 1. Stufe gibt, gilt der am 30.05.2011 beschlossene Lärmaktionsplan Schiene auch für die 2. Stufe.

    Auf den Seiten der Stadt Porta Westfalica werden nach und nach alle für die Stadt relevanten Informationen zur Verfügung gestellt (siehe unten).

    Ihre Ansprechpersonen:


    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
    OK