Energie- und Klimaschutzkonzept

     „Prima Klima für Porta!“

    Abschlussveranstaltung "Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept"

    Auf der Abschlussveranstaltung am 14. September wurde das Konzept durch das beauftragte Büro energielenker aus Greven an den Bürgermeister übergeben

     

    Im Rahmen der Veranstaltung hat das Büro energielenker Beratungs GmbH die Ergebnisse aus der Arbeit der letzten Monate präsentiert, sowie einen Ausblick auf die nächsten einzuleitenden Schritte zur Umsetzung gegeben. Eine wichtige Voraussetzung in der anstehenden Umsetzung der erarbeiteten Klimaschutzprojekte ist die Etablierung eines Klimaschutzmanagements. Diese ressortübergreifende Aufgabe soll durch einen Klimaschutzmanager geleistet werden, dessen Anstellung über drei Jahre zu 90% gefördert wird. Einen Einblick in die Arbeit, Erfahrungen und Tätigkeitsfelder eines Klimaschutzmanagers gab zum Abschluss der Veranstaltung die Klimaschutzmanagerin der Stadt Minden, Diana Berg.

    Das Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadt Porta Westfalica zum Download (PDF)




    vorausgegangene Workshopthemen


    Klimagerechte Stadtentwicklung

    Das Handlungsfeld „Klimagerechte Stadtentwicklung“ umfasst die planerischen Tätigkeiten von Seiten der Stadt in Bezug auf die bauliche und versorgungstechnische Entwicklung. Sowohl in der formellen Bauleitplanung, als auch durch informelle Rahmenplanungen und Konzepte, kann die Stadt die städtebauliche Planung klimafreundlich gestalten und die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen in einigen Bereichen vorgeben. 

    Weitere Themenfelder können sein: Biodiversität, Nachverdichtung, Schutz von Waldflächen, Ausbau der Nahwärme, Flächenentsiegelung, Solar- Energiesiedlung, etc.

    Standortentwicklung „Gemeinschaftskraftwerk Veltheim“

    Das Kohlekraftwerk Veltheim in Porta Westfalica ist im April 2015 stillgelegt worden. Ein erstes Grobkonzept zur Nachnutzung wurde bereits unter Beteiligung von Vertretern des Eigentümers, der Stadt Porta Westfalica, des Kreises Minden-Lübbecke und der Regionalplanungsbehörde Detmold entwickelt. Jetzt gilt es, weitere Ideen und Anregungen zu sammeln um eine nachhaltige Entwicklung des Areals zu unterstützen und zu fördern. 

    Mögliche Themenfelder könnten sein: Installation erneuerbarer Energien, Errichtung eines „Innovationsparks“ für Start-up-Unternehmen der Energiebranche, Standort für Pilotprojekte zur Generation und Speicherung regenerativer Energien

    Private Haushalte

    Die privaten Haushalte sind mit circa einem Viertel am Endenergieverbrauch in Deutschland beteiligt. Ein Großteil davon, etwa zwei Drittel, werden zur Beheizung der Wohnräume benötigt. Durch klimafreundliche Neubauten, aber insbesondere mithilfe energetischer Sanierungsmaßnahmen im Altbau ist es möglich, diesen Energieaufwand zu senken. Weiteres Potential besteht zudem in der Änderung des Nutzerverhaltens und der Einbindung regenerativer Energiequellen zur Strom- und Wärmeerzeugung.

    Mögliche Themenfelder können daher sein: Informationskampagne zu KfW Förderprogrammen, Beratung zur energetischen Sanierung, Photovoltaik/Solarthermie auf eigenen Dachflächen, Erdwärmenutzung, Nutzerverhalten aber auch Themen wie Müllvermeidung, Entsiegelung oder naturnahe Gartengestaltung.

    Mobilität

    Das Handlungsfeld klimafreundliche Mobilität betrachtet die Bereiche öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV), Fuß- und Radwegenetz, motorisierter Individualverkehr, öffentlicher Fuhrpark sowie Mobilitätsmarketing und Mobilitätsveranstaltungen. Der Bedarf an Mobilität für Mensch und Wirtschaft ist für die persönliche und wirtschaftliche Entwicklung enorm wichtig. Deshalb sollte das Angebot nicht eingeschränkt werden. Trotzdem müssen klimafreundliche Ansätze und Lösungen entwickelt werden, um eine Minderung der CO2-Emissionen in diesem Bereich zu realisieren. Im Personen- und Güterverkehr sind das neben technischen Maßnahmen zur Verringerung des Energiebedarfs vor allem auch Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung und -verlagerung. 

    Mögliche Themenfelder können daher sein: Tarifsysteme ÖPNV, Car-Sharing, Infrastruktur für E-Mobilität, Ausbau des Radverkehrs, Integration von Ladetechnologien, etc. 

    Unternehmen

    In der Wirtschaft existieren erhebliche Effizienzpotenziale, deren Erschließung zur Kostenentlastung der Betriebe führen kann und einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. In fast jedem Betrieb lassen sich in Abhängigkeit von Branche und Betriebsgröße Einsparpotenziale zwischen 5 % - 20 % aufdecken. 

    Positive Effekte in der Energie- und Kosteneinsparung im Sektor Wirtschaft lassen sich beispielsweise durch die Einführung eines betrieblichen Energiemanagements, die Optimierung der Stoff- und Energieströme, eine verbesserte Regelung und Steuerung von technischen Anlagen oder durch ein Informationsmanagement erreichen. 

    Mögliche Themenfelder können daher sein: Informationskampagne zu Fördermöglichkeiten, Förderung eines umweltfreundlicheren firmeneigenen Fuhrparks, Ökoprofit-Projekt für Unternehmen, Einbindung erneuerbarer Energien, etc.

    Stadtverwaltung

    Die öffentliche Hand hat die Aufgabe, eine Vorbildfunktion zu übernehmen. Sie muss voran gehen und zeigen „wie es geht“, um weitere Akteure auf dem Stadtgebiet zur Umsetzung von Klimaschutzprojekten zu gewinnen. Für die Stadt Porta Westfalica bestehen in vielen Bereichen Möglichkeiten, Beiträge zum Klimaschutz zu leisten. 

    Ein wesentlicher Baustein sind Klimaschutzmaßnahmen, die die Stadt in ihren eigenen Liegenschaften und Einflussbereichen durchführt. Damit kann die Stadtverwaltung ihre eigenen Klimaauswirkungen verringern und gleichzeitig mit gutem Beispiel vorangehen. Dabei spielen bauliche Maßnahmen an Gebäuden und Anlagen ebenso eine Rolle wie ein umwelt- und klimagerechtes Nutzerverhalten in den eigenen Liegenschaften. 

    Mögliche Themenfelder können daher sein: Umstellung des städtischen Fuhrparks auf Elektromobilität (E-Auto, Pedelecs), Ausbau von Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden und Flächen, automatisierte Gebäudetechnik, Einbindung von Schulen in Klimaschutzprojekte, etc. 



    Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadt Porta Westfalica

    Laufzeit: 17.08.2016 – 31.07.2017

    Förderkennzeichen: 03K03718


    Ziel und Inhalt des Vorhabens:

    Die Stadt Porta Westfalica erarbeitet für das Stadtgebiet ein Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK) und unterstreicht damit ihr Engagement, globale Verantwortung im Klimaschutz auf lokaler Ebene umzusetzen. Das Projekt wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative umgesetzt.
    Das Klimaschutzkonzept umfasst dabei die Erstellung einer fortschreibbaren Energie- und CO2-Bilanz, die zur Schwachstellenanalyse und Ermittlung von Verbesserungspotenzialen herangezogen wird.
    In Zusammenarbeit mit örtlichen Akteuren werden Handlungsfelder identifiziert und im Anschluss ein zielgruppenspezifischer Maßnahmenkatalog mit Projekt- und Handlungsbeschreibungen erstellt. Neben diesen Inhalten sind die Koordination und Bewertung bereits vorhandener Aktivitäten aus den Bereichen Energie und Klimaschutz, die Zusammenführung von Akteuren für eine zukünftige Energiestrategie, die Stärkung der Kommunikation und die Sensibilisierung von Bürgerschaft und Gewerbetreibenden sowie der Aufbau eines Netzwerkes aus örtlichen Akteuren wesentliche Ziele des Prozesses.
    Das Klimaschutzkonzept bildet die Grundlage für die langfristig angelegte Klimaschutzpolitik der Stadt Porta Westfalica.


    Die Nationale Klimaschutzinitiative

    Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.
    Mit der Klimaschutzinitiative hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 um 40 % zu senken. Bis 2050 sollen diese stufenweise um 80-95% bezogen auf das Niveau von 1990 gesenkt werden. 

    Weitere Informationen zu der Nationalen Klimaschutzinitiative finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit BMUB (www.klimaschutz.de) und auf der Seite des Projektträgers Jülich (www.ptj.de).


    Die persönliche CO2-Bilanz

    Umgerechnet rund 11 Tonnen Treibhausgasen pro Kopf erzeugen die Deutschen im Schnitt. Damit liegen sie deutlich über dem weltweiten Pro-Kopf-Aufkommen von ca. 6,8 Tonnen. Zurzeit wird die Energie- und CO2-Bilanz für die Stadt erstellt.
    Schon in Kürze erfahren Sie, wie viel die Bürger in Porta Westfalica pro Kopf durchschnittlich erzeugen.

    Wo stehen Sie persönlich? Berechnen Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes.

    http://uba.klimaktiv-co2-rechner.de/de_DE/page/start/


    Logo des Förderers


    Weitere Informationen zum Klimaschutzkonzept erhalten Sie bei:

    infas enermetric Consulting GmbH
    AirportCenter II
    Eingang West
    Hüttruper Heide 90
    48268 Greven
    Mail:  
    Internet: www.infas-nermetric.de
    Logo infas



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