Gewässerunterhaltung

    Gewässerunterhaltung in der Stadt Porta Westfalica

    Bei der Gewässerunterhaltung im Stadtgebiet Porta Westfalicas unterscheidet man einen Nord- und Südbereich. Bedingt ist diese Aufteilung durch eine sog. Wasserscheide, gebildet durch das Weser- und Wiehengebirge.

    Im Nordbereich, das sind die Ortsteile Barkhausen ( zum Teil), Neesen, Lerbeck, Nammen, Wülpke, Kleinenbremen, ist der Wasserverband Weserniederung, Dingbreite 2, 32469 Petershagen Unterhaltungsträger. Den Südbereich, gebildet aus allen anderen der 15 Ortsteile, unterhält die Stadt Porta Westfalica in Eigenregie. 

    Insgesamt befinden sich im Stadtgebiet Gewässer mit einer Länge von insgesamt rd. 150 km. Ca. 60 km gehören zum Nord-, ca. 90 km zum Südbereich. Die Weser gehört als Bundeswasserstraße nicht dazu.

     

    Art und Umfang der Gewässerunterhaltung sind geregelt im Landeswassergesetz NRW, §90ff. In erster Linie dient die Unterhaltung der Aufrechterhaltung der Vorflut, d. h. der Unterhaltungsträger hat mit geeigneten Maßnahmen für einen geregelten Wasserabfluss zu sorgen.

    Im Landeswassergesetz ist außerdem geregelt, dass die Gewässer als Teil des Naturhaushaltes zu erhalten und zu entwickeln sind. Dazu gehört der Schutz der Ufer und  Erhalt und Entwicklung eines angemessenen heimischen Tier- und Pflanzenbestandes.

     

    Die Kosten für die Gewässerunterhaltung werden in Porta Westfalica über eine Gebühr gemäß Satzung umgelegt.

     

    Mit Verabschiedung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) am 22.12.2000 wurden in der Gewässerwelt neue Maßstäbe gesetzt. Die Richtlinie stellt einen  Ordnungsrahmen für die gesamte europäische Wasserpolitik dar. Mit der EG-Wasserrahmenrichtlinie werden europaweit einheitliche Ziele zum Gewässerschutz und zur ökologischen Gewässerentwicklung auf einem hohen Niveau angestrebt.

    Spätestens bis zum Jahr 2027 sollen in Nordrhein-Westfalen alle Gewässer, die nach europäischen Vorgaben zu bewirtschaften sind, die ökologischen Ziele nach EU-Wasserrahmenrichtlinie erreichen. Das ist entweder der sogenannte gute ökologische Zustand oder an erheblich veränderten Gewässern das gute ökologische Potenzial.

     

    Die Stadt Porta Westfalica wendet  schon seit vielen Jahren eine ökologisch orientierte Gewässerunterhaltung an. In erster Linie wird darauf geachtet, nur bedarfsgerecht Unterhaltungsmaßnahmen durchzuführen und auf einen regelmäßigen Turnus zu verzichten. Seit dem Jahr 2004 ist die Stadt Porta Westfalica mit 17 anderen Städten und Gemeinden Kooperationspartner im Gewässerentwicklungsprojekt Weser-Werre-Else. Die Finanzierung des Projektes erfolgt zu fast 80 % über Zuwendungen des Landes NRW. Die restlichen Mittel finanzieren die Kreise, die teilnehmenden Kommunen und die Bundesagentur für Arbeit. Mit Hilfe dieses Projektes konnten in unserer Stadt schon viele Maßnahmen umgesetzt werden, die die Voraussetzungen für eine naturnahe Entwicklung und eine bessere Qualität für unsere Gewässer schaffen. Dazu gehören neben Rückbauarbeiten von Bachverrohrungen und unerwünschten Ufereinfassungen auch Aufweitungen des Gewässerlaufs und Gewässerverlegungen. Bei ausreichenden Platzverhältnissen erfolgt auch punktuell eine Bepflanzung mit standortgerechten Gehölzen.

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