Verlegung von acht Stolpersteinen für jüdische Bürgerinnen und Bürger am 23.09.2015 in Porta Westfalica

    Der Verein KZ Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica lädt am 23.09.2015 zu einer feierlichen Verlegung von sogenannten  Stolpersteinen in Porta Westfalica, Hausberge, zur Erinnerung an acht Opfer des nationalsozialistischen Terrors, ein.

    Die Verlegung von Stolpersteinen ist ein internationales Kunst-Denkmal des Künstlers Günter Demnig. Auf einfache, aber sehr eindrucksvolle Weise werden Spuren der durch die nationalsozialistische Verfolgung deportierten jüdischen Bürgerinnen und Bürger deutlich gemacht. Stolpersteine bieten Anlässe für das Gedenken, aber auch für das zukunftsorientierte Nachdenken. Der Rat der Stadt Porta Westfalica hat dem Antrag des Vereins KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V. in seiner Sitzung vom 15. Juni 2015 zugestimmt, Stolpersteine auf dem Stadtgebiet im öffentlichen Raum zu verlegen.

    Nach intensiven Recherchen der Arbeitsgruppe „Jüdisches Leben an der Porta Westfalica“ des Vereins ist es nun möglich, acht jüdischer Bürgerinnen und Bürgern zu gedenken, die bis zur ihrer Deportation durch die Plakat zur Veranstaltung anlässlich der Verlegung von 8 StolpersteinenNationalsozialisten in Hausberge gewohnt haben. Geehrt werden Regina, Gustav, Friedrich und Helmut Spangenthal, die, bis sie im Dezember 1941 deportiert wurden, im Haus Kirchsiek 23 wohnten und geehrt werden Justin, Irmgard und Mathel Susi Maier sowie Henny Honi, die im ehemaligen Haus Hauptstraße 51 im einstigen Amt Hausberge lebten, bis sie Mitte Dezember 1941 über Bielefeld nach Riga deportiert wurden.

    Dieses Projekt kann dank der finanziellen Unterstützung von Volksbank Mindener
    Land eG und Stadtsparkasse Porta Westfalica realisiert werden.
    Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, dem 23. September 2015, um 10:00 Uhr, im Ferdinand-Huhold-Haus (ev. Gemeindehaus Hausberge), Kirchsiek 7, Porta Westfalica-Hausberge. Bürgermeister Bernd Hedtmann, der zugleich 1. Vorsitzender des Vereins ist, Dominique Schröder,  AG jüdisches Leben an der Porta Westfalica und Bernhard Speller, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, sowie Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen werden sprechen. Die Redebeiträge werden musikalisch umrahmt von Oliver Krüger, Musikschule Porta Westfalica. Gegen 11:30 Uhr erfolgt die Verlegung der Stolpersteine auf den Bürgersteigen durch den Künstler Gunter Demnig. Vor Ort sprechen Mitglieder der Arbeitsgruppe, Zeitzeuginnen sowie Schülerinnen und Schüler.


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    Programm der Gedenkveranstaltung



    Ernest Bloch „Gebet“
    Oliver Krüger (Violoncello)

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    Begrüßung
    Bernd Hedtmann
    Bürgermeister der Stadt Porta Westfalica und 1. Vorsitzender des Vereins 
    KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte Porta Westfalica e.V.

    „Heimat los“
    Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Porta Westfalica

    Johann Sebastian Bach „Sarabande“
    Oliver Krüger (Violoncello)

    „Gebt der Erinnerung Namen“
    Dominique Schröder
    AG „Jüdisches Leben in der Porta Westfalica“

    „Der Zukunft ein Gedächtnis“
    Bernhard Speller
    Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

    „Letzte Worte von Holocaust-Opfern“
    Schülerinnen und Schüler der Realschule Hausberge

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    Pablo Casals „Die Lieder der Vögel“
    Oliver Krüger (Violoncello)

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    Steine gegen das Vergessen

    Kirchsiek 23
    Verlegung der Stolpersteine für die Mitglieder der Familie Spangenthal
    Regina, Helmut, Friedrich und Gustav Spangenthal
    Gedenkworte: Schülerinnen und Schüler der Realschule Hausberge
    Elisabeth Sundergeld-Meier und Hans Münstermann

    Hauptstraße 51
    Verlegung der Stolpersteine für 
    Henny Honi, Irmgard, Mathel und Justin Maier
    Gedenkworte: Schülerinnen des Gymnasiums Porta Westfalica
    Marianne Domke und Ingrid Lincoln Muir-Smith

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