Hilfe

    Ehrenamt

    Bei der Stadtverwaltung Porta Westfalica sind derzeit rund 90 Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe registriert. 

    Die Freiwilligen sind in unterschiedlicher Weise organisiert. Im Verein Hilfe für Flüchtlinge, der in ganz Porta Westfalica seine Mitglieder hat, und in organisierten Zusammenschlüssen wie den Brückenbauern aus Lerbeck und der Neubürgerhilfe Hausberge, die einen stärkeren Ortsteilbezug haben. Unter anderem werden gemeinsame Feste der Begegnung veranstaltet, Deutschunterricht erteilt, Spenden gesammelt und weitergegeben oder auch der Lebensraum der Flüchtlinge gemeinsam gestaltet. Eine große Anzahl an Personen gehört keiner Gruppe an. Sie leisten einen wertvollen Beitrag zur Integration indem sie z.B. viel Zeit auch neben dem eigenen Beruf mit ihren Patenkindern und Patenfamilien verbringen. Sie  helfen bei Behördengängen, bei der Übersetzung von Schreiben, bei der Vermittlung von Deutschkenntnissen, bei der Kommunikation mit Schulen oder auch Ärzten.

    Einsatzbereiche für ehrenamtliche Mitarbeit 

    Erstbetreuung bei Ankunft – Neu Zugewanderte benötigen oft Unterstützung bei der Orientierung in ihrer neuen Umgebung. Besonders zu Anfang freuen sich die Personen über jemanden, der ihnen die alltäglichen Dinge des Lebens zeigt. Hierzu gehört sowohl der Gang zum Supermarkt, das Zeigen der nächsten Bushaltestelle sowie erste wichtige Adressen – also die Orientierung in der Umgebung. 

    Pate Familie/ Pate Einzelpersonen – Patenschaften beinhalten, sich um eine Familie oder Einzelpersonen bezüglich aller alltäglichen Fragen zu kümmern. Beispielsweise geht es um die Kommunikation mit Behörden oder mit Schulen, um Arztbesuche oder um die Vereinbarungen von Terminen. Eine Patenschaft entwickelt sich mit der Zeit. Alle Beteiligten – sowohl Pate als auch Patenkind oder Patenfamilie – gestalten diese Art der Hilfe gemeinsam je nach Bedarf und Wunsch. Auch Freizeitaktivitäten können Bestandteil einer Patenschaft sein. Durch die Patenschaft kann eine individuelle Form der Unterstützung geschaffen werden.

    Lehrerinnen und Lehrer für Deutschunterricht – Neben der Unterstützung im Alltag ist auch das Erlernen der deutschen Sprache elementar für das tägliche Leben. Besonders die Personen, denen kein oder noch kein Integrationskurs des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zusteht, sind auf Angebote außerhalb der offiziellen Sprachschulen angewiesen. Hier setzt die hohe Einsatzbereitschaft der Ehrenamtlichen an. So kann in der Gruppe fokussiert Unterricht angeboten werden, die Personen verbessern ohne lange Wartezeiten ihre Sprachkenntnisse in einem persönlichen Umfeld.

    Cafe International – Gemeinsam mit der Porta Tafel wird eine Begegnungsstätte geschaffen, in der über alltägliche Themen gesprochen werden kann. Gemeinsam können interkulturelle Projekte wie beispielsweise Kochkurse sowie Lebensmittelkunde umgesetzt werden. Das regelmäßig stattfindende Cafe ist für alle geöffnet.

    Starterpakete – Gerade Helfer in den weiter abgelegenen Ortschaften bzw. Unterstützer, die für sich alleine gewirkt haben, hatten in der Vergangenheit große Probleme die neu ankommenden Flüchtlinge zeitnah mit den essentiellen Dingen zur Selbstversorgung auszustatten. Durch diese Problematik ist in diversen Treffen und Gesprächen die Idee entstanden, die Ressourcen zu bündeln und die Erstversorgung gemeinsam zu organisieren. Wir bestreben jeden in Porta neu ankommenden Flüchtling gleichermaßen und zeitnah mit Koch- und Essgeschirr zu versorgen. Der Inhalt dient als Unterstützung und Hilfe für die ersten Tage.

    Spenden – Ein großer Bereich in der Flüchtlingshilfe sind Spenden. Diese sind sowohl finanzieller als auch materieller Art. Besonders bei den Sachspenden entsteht ein großer logistischer Aufwand, um die Bedarfe zu kennen und die Spenden zu verteilen. Es werden immer wieder Helferinnen und Helfer gesucht, die hier unterstützen.

    Fahrradwerkstatt – Besonders im ländlichen Raum ist Mobilität einer der Schlüssel zu Integration. Aus diesem Grund wurde in Porta das Projekt Fahrradwerkstatt initiiert. Hier können bestehende Räder repariert oder auch neue Räder erworben werden. Die Werkstatt ist gleichzeitig auch Begegnungsstätte und fördert so neben der mobilen auch die zwischenmenschliche Integration und ggf. auch den sprachlichen Erwerb.

    Spontane Hilfsaktionen – Ehrenamt kann sehr unterschiedlich gestaltet werden und ist ausgerichtet an den Kapazitäten jedes Einzelnen. Neben regelmäßigen Einsätzen ist auch die Unterstützung auf Festen durch Organisation, Fahrten, Betreuung und vieles mehr ein relevanter Bestandteil der Flüchtlingshilfe.

    Sprachmittler – Insgesamt werden mehrere tausend verschiedene Sprachen auf der Welt gesprochen. In Porta leben Personen aus 29 verschiedenen Ländern, die die unterschiedlichsten Sprachen sprechen. In den meisten Fällen ist eine Verständigung auf englisch möglich. Übersetzt wird auch über Bekannte. Geht beides nicht, werden ehrenamtlich tätige SprachmittlerInnen gesucht. Sprachmittler brauchen keine vereidigten Dolmetscher zu sein. Mit ihren Erfahrungen helfen diese bei Gesprächen mit sozialen und gesundheitlichen Einrichtungen oder mit Behörden.

     

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