Energieanalyse der Kläranlage Möllbergen-Veltheim

    Die Stadt Porta Westfalica hat im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative eine Energieanalyse der Kläranlage Möllbergen/Veltheim erstellen lassen um Energiesparpotentiale zu identifizieren. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab.

    Im Rahmen einer Studie durch die beauftragte Ingenieurgemeinschaft Herrendörfer + Partner/Bad Oeynhausen und DNC/Hannover wurden die einzelnen Prozessstufen der Kläranlage untersucht, die Stromverbrauchswerte ermittelt und Vergleichswerten anderer Kläranlagen gegenübergestellt um daraus Optimierungsvorschläge im Sinne der Stromeinsparung ableiten zu können.
    Die Arbeiten wurden in der Zeit von 2021 bis Mitte 2022 durchgeführt, der Betrachtungszeitraum wurde von 2019 – 2021 gewählt.

    Mithilfe der Energieanalyse konnten zielgerichtet Maßnahmen zur Stromeinsparung auf der Kläranlage Möllbergen herausgearbeitet werden. Diese könnten sofort und kurzfristig umgesetzt werden.
    Im Jahr 2021 wurde ein Stromverbrauch von rund 389.255 Kilowattstunden pro Jahr festgestellt. Insgesamt kann der spezifische Stromverbrauch durch alle identifizierten Maßnahmen um etwa 50% bezogen auf den Gesamtstromverbrauch der Kläranlage reduziert werden.

    Als Sofort-Maßnahme wird der Neubau der Klärschlammentwässerung angesehen. Das Projekt ist aktuell schon in Planung und soll in 2023 fertiggestellt sein. Das Strom-Einsparpotential beträgt ca. 15.000 Kilowattstunden pro Jahr.

    Als kurzfristige Maßnahme wurde die Erneuerung des Belüftungssystems in den beiden Belebungsbecken identifiziert. Die Ergänzung zu den vorhandenen Streifenbelüftern (installiert in 2020) in Verbindung mit der Erneuerung der Schraubengebläse, wird zu einer Energieeinsparung von mehr als 60% des Prozesses führen (rd. 150.000 kWh/a). Die Reduktion entspricht einer monetären Einsparung von ca. 25.000,00 €/a bei Projektkosten von ca. 120.000,00 €/brutto.

    Weitere Optimierungen werden bei den Prozessen „Sandfanggebläse“, Betrieb mit Frequenzumrichter und „Rücklaufschlammpumpwerk“, Betrieb mit einer ergänzenden Pumpensteuerung gesehen. Hier sind Einsparungen von zusammen 27.500 kWh/a bzw. einer Kosteneinsparung von rd. 8.000 €/a möglich, bei Projektkosten von etwa 6.000,00 €/brutto.

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