Asbestbelastung in naturwissenschaftlichen Fachräumen am Gymnasium festgestellt

    Lehrkräfte des städtischen Gymnasium Porta Westfalica haben in der vergangenen Woche im Bereich der Physiksammlung und in einem Chemieraum an zwei Stellen am Boden im Bereich des Trennwandsystems auffällige Staubpartikel/Brösel entdeckt und diese durch die Stadt untersuchen lassen.

    Gymnasium Porta WestfalicaVorsichtshalber wurden die Räume unmittelbar aus der schulischen Nutzung genommen. Bei einigen Proben wurde nun eine Asbestbelastung nachgewiesen, zudem hat eine Raumluftmessung in zwei Räumen und der Physiksammlung eine Belastung mit Asbestfasern angezeigt. 
    Derzeit kann nur vermutet werden, dass die Belastung eventuell eine Folge der im letzten Jahr durchgeführten Umbaumaßnahmen im Physikbereich ist, denn bei vorhergehenden Luftuntersuchungen waren keine positiven Werte gemessen worden. 
    Beim Bau der naturwissenschaftlichen Räume in den 70er Jahren wurden aus Brandschutzgründen die Verbindungsstücke zwischen den Wandelementen durch schmale Asbestplatten unterfüttert. Diese sind regulär fest eingebunden und geben normalerweise keine Fasern ab. In den anderen Räumen der Schule sind die Verbindungsstücke mit ungefährlichem Dämmmaterial ausgefüllt.
    Es wird davon ausgegangen, dass die Ursache der positiven Beprobung im Bereich der Physik liegt. 

    Der gesamte naturwissenschaftliche Bereich und auch angrenzende Räume der sogenannten 1er-Ebene sind deshalb vorläufig geschlossen. In den nächsten Wochen werden sämtliche Verbindungsstücke versiegelt, der Bereich und natürlich auch sämtliche Gerätschaften durch eine Fachfirma professionell gereinigt. 
    Um eine Gefährdung der Schülerinnen und Schüler und des Personals auszuschließen, haben die Stadt und das Gymnasium vereinbart, weitere Beprobungen im Bereich der Biologie vorzunehmen und die Luft in den Treppenzugängen sowie in allen anderen Klassenräumen zu untersuchen. Im Bereich der Klassenräume ist kein Asbestmaterial verbaut worden, aber eine Kontaminierung durch Luftbewegungen in der Schule soll in jedem Fall ausgeschlossen werden. 

    Diese vorsorglichen Maßnahmen benötigen natürlich Zeit. Daher wurde seitens des Gymnasiums ein geänderter Unterrichtsbetrieb für die kommende Woche beschlossen. 
    Schülerinnen und Schüler werden erst wieder vor Ort unterrichtet, wenn für die jeweils genutzten Räume und notwendigen Zuwegungen keine Belastung nachgewiesen wurde. Die Vorabiturklausuren werden wie geplant stattfinden. Entsprechende Räumlichkeiten werden aktuell getestet, sodass diese oder gegebenenfalls Alternativräume ab Montag zur Verfügung stehen. 
    Die Schule hat hierzu detaillierte Informationen in einem Elternbrief verfasst.


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