Eheschließungen in Porta Westfalica und Coronaschutz

    In vielen Bereichen hat die Corona-Pandemie unübersehbar Spuren hinterlassen. Dies gilt auch für einen der schönsten Augenblicke im Leben, wenn sich Liebende das Ja-Wort geben. Viele Wünsche und Träume konnten nicht verwirklicht oder mussten verschoben werden. Nach und nach jedoch werden die strengen Bestimmungen auch für Heiratswillige wieder gelockert. Die Änderungen zum 15.07.2020 bringen weitere Lockerungen für die standesamtlichen Trauungen.

    Aufgrund des sich schnell ausbreitenden Corona-Virus wurden in der Stadt Porta Westfalica ab März 2020 Trauungen in externen Trauräumen zunächst eingestellt und Eheschließungen im Rathaus waren ausschließlich ohne Hochzeitsgäste möglich. Doch seit Juni können im Trauzimmer Portica und seit Juli können im Besucherbergwerk Kleinenbremen „unter Tage“ und in der Holzhauser Mühle „Mühlenstube“ wieder Trauungen durchgeführt werden.

     Auch dürfen seit dem 20. Mai bereits Trauzeugen und Gäste unter Beachtung der Schutzmaßnahmen wieder teilnehmen, jedoch ist die Anzahl der Personen von den räumlichen Gegebenheiten abhängig.

     Nach wie vor ist ein Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen, die nicht zur Familie bzw. zwei häusliche Gemeinschaften gehören, empfohlen. Ein direkter Kontakt durch Händeschütteln, Umarmungen usw. ist zu vermeiden. Die Hygienevorschriften sind stets zu beachten, so dass auch die Desinfektion von Händen, Stiften, Türklinken, Armlehnen zum derzeitigen Alltag des Standesbeamten gehören. Ein ausgiebiges Lüften der Trauzimmer zwischen den Trauungen führte dazu, dass die Termine entsprechend des Aufwandes zeitlich angepasst werden. So finden die Eheschließungen nun mehr mit mehr zeitlichem größeren Abstand statt und ein Zusammentreffen von Traugesellschaften wird umgangen. Auch werden das Brautpaar und die Gäste neuerdings von der Standesbeamtin oder dem Standesbeamten vor dem Gebäude begrüßt und jeweils zum Trautermin in das Trauzimmer begleitet.

     Weitere Schutzmaßnahmen werden dem jeweiligen Trauzimmer laufend angepasst. Generell wird eine Besucherliste entsprechend der Vorschriften geführt, damit eine Rückverfolgung bei einer Infektion möglich ist.

     Heiraten in würdevollem Ambiente: sich trauen im Hochzeitszimmer des Rathauses

     Das Rathaus wurde 1909 als Amtshaus gebaut, die heutige Hochzeitstreppe diente bis in die 60er Jahre hinein als Aufgang zu den Privaträumen des jeweiligen Amtsdirektors, der im 1. Obergeschoss seine Wohnung hatte. Dann geriet sie jahrzehntelang in Vergessenheit. Nachdem das Standesamt Ende 2005 im historischen Rathaus Platz gefunden hatte, gewann die Treppe eine neue Bedeutung. Bislang verlässt die Hochzeitsgesellschaft das Standesamt über die Hochzeitstreppe und gelangt über einen kleinen Weg durch einen  Rosengarten zum Parkplatz. Seit der Pandemie wird die Hochzeitsgesellschaft auch schon an der Hochzeitstreppe begrüßt und von dort in das Trauzimmer geführt. Bei Bedarf wird die Zuwegung barrierefrei durch den Haupteingang ermöglicht. Im Trauzimmer mit seinem freundlichen und hellen Ambiente finden etwa 20 Hochzeitsgäste Platz. Derzeit jedoch können aufgrund der Größe des Raumes unter Einhaltung der Mindestabstände das Brautpaar, die beiden Trauzeugen und 10 Gäste an der Eheschließung teilnehmen.

     Heiraten in einzigartigem Ambiente: sich die Treue versprechen im Trauzimmer Portica mit wunderschönem Panoramablick am Kaiser Wilhelm-Denkmal

     Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist das Wahrzeichen einer gesamten Region. Der „Willem“ thront als zweithöchstes Denkmal Deutschlands 268 Meter hoch auf dem Wittekindsberg in Porta Westfalica.

    Das barrierefrei zu erreichende Trauzimmer Portica mit bis zu 40 Sitzplätzen befindet sich in der neugebauten Ringterrasse und erlaubt einen wunderschönen Ausblick während der Trauzeremonie. Der Raum Portica kann aufgrund seiner Größe und der derzeit geltenden Corona-Schutzmaßnahmen für Gastronomie seitens des Verpächters für das Brautpaar und 20 Gäste zur Verfügung gestellt werden. Auch hier heißt es jetzt wieder jeden Freitag „Ja“ zu den Füßen vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

     Heiraten im besonderen Ambiente: sich das Ja-Wort geben unter Tage im Bergwerk Kleinenbremen

    Die Grube Wohlverwahrt wurde 1887 gegründet und ist eines der nördlichsten Bergwerke Deutschlands. Das Museum für Bergbau und Erdgeschichte besteht seit 1995 und befindet sich im Obergeschoß des ehemaligen Betriebsgebäudes der Eisenerzgrube Wohlverwahrt. Die Ehe wird unter Tage im ehemaligen Tscherperraum geschlossen. In diesem Raum verbrachten früher die Bergleute ihre Pause. Bei Kerzen- und Fackelschein, dekoriert mit schönem Blumenschmuck, können sich die Paare in einem romantisch-rustikalen Ambiente das Ja-Wort geben. Der Tscherperraum bietet unter den jetzigen Gegebenheit die Möglichkeit das Brautpaar, den beiden Trauzeugen und 20 Gästen an der Eheschließung teilnehmen zu lassen.


     Heiraten im historischen Ambiente: Hochzeit halten im Kleinod Holzhauser Mühle

    Bei der alten Maschmeyersche Mühle handelt es sich um eine  Wallholländer Windmühle, die seit 1740 als „königliche Wind- und Roßmühle“ bezeichnet wurde.  Sie steht direkt an der Westfälischen Pforte mit Blick auf das Kaiser Wilhelm Denkmal und prägt das Ortsbild von Holzhausen an der Porta. Unabhängig von einer Eheschließung ist dieses Kleinod einen Besuch wert und auch der Mahl- und Backtag sollte nicht versäumt werden.

    Heute ist sie auch eine „Hochzeitsmühle". Die Mühlengruppe betreut die Hochzeitsgesellschaft vor Ort, dazu gehören z.B. die Herrichtung des Trauraumes und der Empfang der Hochzeitsgesellschaft. Die Ehe wird in der Mühlenstube geschlossen. Vorbei an Antrieb, Schrotwerk und Feinmahlgang gelangt man über eine Stiege in den 2. Stock. In urig gemütlicher und mühlentypischer Atmosphäre bietet sie für Platz für einen besonderen Gästekreis. Derzeit ist eine Eheschließung mit 10 Gästen und dem Brautpaar möglich.


    Besondere Termine:

    Aufgrund der aktuellen Nachfrage nach Terminen wurden als weitere Trausamstage der 22. August 2020 und der 24. Oktober 2020 aufgenommen. Auch besteht die Möglichkeit am 10.10.2020 aufgrund des besonderen Datums am frühen Nachmittag die Ehe schließen.

    Für die Winterzeit stehen am 18. Dezember 2020 die Candle-Light-Hochzeiten im Kalender. Hier werden bei lediglich Kerzenschein und Lichterketten nach Einbruch der Dunkelheit die Ehen geschlossen. Die Candle-Light Hochzeiten wurden bereits 2018/2019 angeboten und mit Begeisterung angenommen. Deshalb werden 2020 diese besonderen Trauungen ebenfalls angeboten.

    Weitere Informationen zu allen Trauzimmern sind erhältlich über das Standesamt unter 0571 791-181 und -180 sowie unter www.portawestfalica.de.


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