Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach besuchte die 8 Schulen der Stadt Porta Westfalica

    Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach: „Über die Möglichkeit, die Portaner Schulen zu besuchen, habe ich mich sehr gefreut. Der persönliche Austausch mit den Schulleitungen und auch einigen Lehrerinnen und Lehrern gibt einen konkreten Einblick in die derzeitige Situation, die natürlich sehr von der Corona-Pandemie geprägt ist. Das große persönliche Engagement der Schulleitungen und Lehrkräfte hat mich sehr beeindruckt. Allen an den Schulen Beschäftigten danke ich herzlich für Ihren ganz besonderen Einsatz.“

    Die Corona-Pandemie hat den Schulalltag im vergangenen Jahr verändert. Der Präsenzunterricht erfordert die Einhaltung eines Hygienekonzeptes, der Online-Unterricht erforderte neue Unterrichtskonzepte. Die mit der Pandemie einhergehenden Herausforderungen nahmen in allen Schulen in den vergangenen Monaten viel Raum ein und erforderten einen konstruktiven Austausch. Olaf Brodziak, Schulleiter des Grundschulverbundes (GSV) Eisbergen-Veltheim berichtete von den Sorgen der Eltern bei der Einführung der Coronatests und stellte fest: „Die Eltern sollten auch in Zukunft über Regelungen im Pandemiefall und auch über Anwendungen z.B. von Tests genau informiert werden. Bedenken der Eltern konnten im Fall der Coronatests auf diesem Weg ausgeräumt und Ängste genommen werden.“ An beiden Standorten bringt sich die Schule aktiv in die Dorfgemeinschaft ein und wird an jedem Standort über einen Förderverein durch engagierte Eltern unterstützt. Der GSV Eisbergen-Veltheim erhält im Rahmen der Umsetzung des Medienentwicklungsplans einen neuen Computer- sowie einen Serverraum.

    In den vergangenen Monaten haben sich alle Schulen auf verschiedenen Ebenen sehr engagiert eingebracht, um die aufgrund der Corona-Pandemie einzuhaltenden Schutzmaßnahmen umzusetzen. Der Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien kam besondere Bedeutung zu. „Die Kinder gewöhnen sich schnell an die neuen digitalen Möglichkeiten und es ist sehr wichtig, sie im Umgang damit anzuleiten. Als Gegenstück zum digitalen Lernen wünsche ich mir ein Gartenprojekt, ein Grünes Klassenzimmer“, stellte Marisa Carta, Schulleiterin der Grundschule Barkhausen, fest. Umfangreiche Baumaßnahmen an der Schule werden zur Modernisierung dieses Schulstandortes führen. „Die Schule“, teilte Schulleiterin Carta mit, „hat über die derzeitigen Planungen hinaus ein großes Interesse an einem größeren Versammlungsraum.“

    Der Grundschulverbund (GSV) Neesen-Kleinenbremen ist ebenfalls auf umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Hauptstandort Neesen eingestellt. „Die als Übergangslösung für den Zeitraum der Bauarbeiten aufgestellten Container werden gern angenommen. Sie wirken wie normale, neue, schöne und helle Klassenzimmer“, berichtete Schulleiterin Inna Braun. Da der kommende erste Jahrgang zahlenmäßig stark ist und in Neesen auf Grund der Sanierung nur drei Klassen eingerichtet werden, wurden am Teilstandort in Kleinenbremen zwei Eingangsklassen gebildet. Um die Busanbindung für die aus Nammen kommenden Kinder zu verbessern, wurden Gespräche mit dem Busunternehmen geführt.

    In der Grundschule Hausberge wird im Rahmen der Digitalisierung ein neuer Serverraum geschaffen. Schulleiterin Silke Meyer-Pampel berichtet: „Da im Präsenzunterricht Sport- und Musikunterricht auch im vergangenen Jahr auf den Schulhof verlegt werden musste und es deshalb etwas lauter geworden ist, haben die Kinder für die Nachbarn Weihnachtskarten angefertigt. Dazu hat es viele positive Rückmeldungen gegeben.“ Von den ca. 200 Schülerinnen und Schülern nehmen bis zu 115 das Angebot des offenen Ganztags in Anspruch. Das Ganztagsangebot ist für viele Eltern ein wichtiger Faktor bei der Auswahl der Schule.

    Vom Grundschulverbund Holzhausen-Vennebeck berichtete Schulleiterin Britta Gundermann über die Sanierungsmaßnahmen und den neuen Anbau für den Standort Holzhausen, durch den benötigte räumliche Kapazitäten geschaffen werden. Im Rahmen des Lärmschutzprogramms der Deutschen Bahn wurden in einigen Räumen neue Fenster eingebaut, durch die eine bessere Lern- und Arbeitsatmosphäre in Klassenzimmern und im Lehrerzimmer erreicht wurde. Das Lehrerzimmer am Teilstandort Vennebeck wurde renoviert. „Coronabedingt wurde in den Osterferien eine umfangreiche Quarantäne erforderlich. Als Schutzmaßnahme fand das Mittagessen deshalb möglichst draußen statt. Die Kinder sehen das als Picknick an und essen gerne draußen“, berichtet Schulleiterin Gundermann.

    Alle Schulen befinden sich in einem steten Wandel: Inhalte, Strukturen, Rahmenbedingungen, Räumlichkeiten unterliegen einem dauernden Prozess, in dem Lösungen auf sich verändernde Anforderungen und Ziele gefunden werden. Ein Beispiel ist das neue Outdoor-Klassenzimmer der Realschule Hausberge. Schulleiterin Barbara Rottmann stellte die neuen Sitzmöglichkeiten auf dem Schulgelände vor: „Mit Hilfe von Sponsoren und des Fördervereins der Schule wurde ein offenes Klassenzimmer im Außengelände geschaffen. Die Sitzplätze sind stufenförmig in einem Stück aus Beton gegossen, ein runder Tisch dient als Pult. Hier kann man lernen und in den Pausen ausspannen.“ Weitere neue Konzepte der Raumplanung stehen auf der Tagesordnung. So sind für das gemeinsame Lernen im Rahmen der Inklusion zusätzliche Differenzierungsräume notwendig.

    Breitbandausbau und Inhouse-Verkabelung werden an den Schulen Schritt für Schritt umgesetzt.

    Am Städtischen Gymnasium Porta Westfalica hat sich in der Medienentwicklung viel getan. Im Rahmen der Medienentwicklungsplanung erhalten die Jahrgänge 5 und 6 je einen Klassensatz. Ab Klasse 7 sollen möglichst alle Schülerinnen und Schüler mit einem iPad ausgestattet werden. Hier wird aktuell über geeignete Finanzierungsmöglichkeiten beraten.

    Schulleiterin Susanne Burmester stellte fest: „Eine funktionierende schulische digitale Infrastruktur, d.h. eine entsprechende Versorgung durch einen leistungsstarken Glasfaseranschluss sowie eine ausreichende Ausstattung mit digitalen Medien, ist Voraussetzung dafür, dass die Digitalisierung des Unterrichts sinnvoll und bereichernd für die Stoffvermittlung genutzt werden kann.“

    Die Gesamtschule Porta Westfalica wurde 1977 gebaut und erweitert in den Jahren 1998, 2001 und 2008. Um vor dem Hintergrund der Pandemie in einigen Räumen eine bessere Lüftung zu ermöglichen, wurden im April 2021 mehrere zu öffnende Fenster einbaut. Die Maßnahme wurde vom Land NRW gefördert. Im vergangenen Jahr wurde die Sporthalle renoviert, die Sanierung der Fassade ist in Planung. „Da das Gebäude relativ jung ist“, so Schulleiter Axel Nagel, „geht es bei den notwendigen Arbeiten vor allem um Substanzerhalt. Wir freuen uns im Hinblick auf die Lockerung der Pandemie-Schutzmaßnahmen, die renovierte Sporthalle bald wieder uneingeschränkt nutzen zu können.“

    Bürgermeisterin Dr. Gerlach: „Unsere Schulen sind gut aufgestellt. Dies hat mir die Schulbereisung deutlich gemacht. Wichtige und notwendige Voraussetzungen für zukunftsfähige Schulen sind die Digitalisierung und der Breitbandausbau. Hier ist der Schulträger gefragt, dessen Aufgabe ist, kontinuierlich die schulischen Rahmenbedingungen zu verbessern. Deshalb freue ich mich besonders darüber, dass die Schulleitungen die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Porta Westfalica betonen und gemeinsam zum Wohle der Schülerinnen und Schüler Lösungen erarbeitet werden.“

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