4. Bürgerbeteiligung zum Pilotprojekt „Blühendes Porta Westfalica"

    Am Dienstag, 16. Februar 2021, stellt Landschaftsarchitektin Elvira Paß vom Planungsbüro o.9 in einer Video-Konferenz den Abschlussbericht zum Konzept zur naturnahen Unterhaltung und Pflege der städtischen Straßen- und -wegeränder vor. Die Konferenz wird moderiert von Dr. Albrecht von Lochow, Umweltschutzbeauftragter der Stadt Porta Westfalica. 

    Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach: „Mit der Teilnahme an diesem Projekt hat die Stadt Porta Westfalica ihren Weg fortgesetzt, Biodiversität im Sinne des Lengericher Wegrain-Appells aus dem Jahr 2014 zu schützen und zu erhalten. Im Jahr 2016 unterzeichnete die Stadt die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“ und trat zudem dem Bündnis „Kommunen für Biologische Vielfalt e. V.“ bei. Wir schützen unsere kleineren Lebewesen, da wir wissen, welche große Rolle sie in der Natur spielen.“

    Der Startschuss für das mit Mitteln des Programms VITAL.NRW geförderten Pilotprojekt „Blühendes Porta Westfalica“ wurde 2018 gegeben. Ziel des Projektes ist, durch ökologisch optimierte kommunale Pflege der Wegsäume artenarme und vergraste Wegränder hin zu artenreichen, blühenden Säumen zu entwickeln. Diese bieten stark bedrohten Insekten wie Bienen, Hummeln, Schmetterlingen u.a. dringend benötigte Nahrungsflächen, Rückzugsräume für die Überwinterung und Vermehrungsstätten. Zudem dienen artenreiche Säume der Vernetzung von Lebensräumen und ermöglichen so den notwendigen Austausch von Pflanzen und Tieren zur Erhaltung eines gesunden Genpools.

    Im Juni 2018 fand die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Blühendes Porta Westfalica – Konzept zur naturnahen Pflege der städtischen Straßen- und Wegeränder“ statt. Unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, von diversen Institutionen, Vereinen und Initiativen, vom begleitenden Planungsbüro o.9 und von der Stadt Porta Westfalica wurde ein Pflegekonzept entwickelt.

    Das Mähkonzept wurde probeweise in den Jahren 2019 und 2020 auf ausgewählten Säumen in den Ortsteilen Holtrup und Möllbergen umgesetzt. Wie sich nach 2-jährigem Probebetrieb gezeigt hat, sind in vielen Säumen die Kräuter noch enthalten – man muss sie nur wachsen lassen. Die geänderte Pflege führt vor allem im Spätsommer zu einem ungewohnt natürlichen Erscheinungsbild der Säume.

    Die Ergebnisse des Pilotprojektes werden im Rahmen der 4. Bürgerbeteiligung vorgestellt. Im Vortrag erläutert Landschaftsarchitektin Elvira Paß den Projektverlauf, ausgehend von den Bestandsaufnahmen im Gelände über die Planungsphase bis zur Umsetzung des Mähkonzeptes. Daran anschließend werden Probleme, Erfolge und Perspektiven des Projektes dargestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert.  Die Stadt Porta Westfalica freut sich auf eine rege Beteiligung.

    Corona bedingt findet die Bürgerbeteiligung online statt am Dienstag, dem 16. Februar 2021, in der Zeit von 17:00 - 19:00 Uhr. Verwendet werden kann ein Laptop, ein Smartphone, ein Tablet oder ein Computer mit Lautsprecher.

    Die Online-Konferenz für die Veranstaltung „Abschlussbericht Wegrandkonzept Blühendes Porta Westfalica“ findet statt über den Videokonferenzdienst GoToMeeting; Link https://global.gotomeeting.com/join/971699557

    Über diese Nummer ist die Teilnahme mit einem Telefon möglich:
    Deutschland: +49 891 2140 2090
    Zugangscode: 971-699-557

    Pflegekonzept
    Die Pflege beginnt mit einer Mahd im Frühjahr, die zunächst nur 1 m des Wegrandes erfasst. Auf der übrigen Fläche soll der Saum bis zum Spätsommer wachsen können und wird dann ab August/September auf der gesamten Breite gemäht. An Säumen, die breiter sind als 2 m wird, wie im Frühjahr, lediglich 1 m gemäht, der Rest bleibt als Rückzugs- und Überwinterungslebensraum für Tiere erhalten. Die Überwinterungsbereiche werden dann bei der Pflege im Folgejahr gemäht. Damit die Verkehrssicherheit gewährleistet bleibt, wird die Mahd der Sichtdreiecke an Kreuzungen und Einmündungen weiterhin vom Baubetriebshof der Stadt durchgeführt. Entscheidender Unterschied zur bisherigen Pflege ist der Abtrag des Mahdguts. Dieses wurde bislang zerkleinert (Mulchmahd) und auf der Fläche belassen, was Fäulnisprozesse und hohen Nährstoffeintrag mit sich bringt. Der Aufwuchs von Kräutern wird damit weitgehend unterdrückt - artenarme Grassäume hingegen gefördert. Die Gräser wachsen durch das große Nährstoffangebot umso stärker, was wiederum eine häufigere Mahd erfordert. 

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