| © Wolfgang Wrenger |
Ein früherer Dorfchronist führte das "düstere Aussehen" vieler Möllberger – schwarze Haare, "finsterer" Blick – auf die von Karl dem Großen im Jahre 780 hier angesiedelten fränkischen Soldaten zurück. Tritt man den heutigen Möllbergern unvoreingenommen freundlich und wohlwollend gegenüber, verschwinden die genannten "dunklen" Attribute meistens schon bei der ersten Begegnung. Die Möllberger lachen dann zurück.
Das ursprünglich ausschließliche Bauerndorf war lange Zeit mit dem Makel einer gewissen Abgeschiedenheit und Bedeutungslosigkeit behaftet. Im Vergleich mit den größeren Nachbargemeinden wurde es wegen seiner städtischen Randbereichslage besonders von den eigenen Bürgerinnen und Bürgern oft als benachteiligt empfunden. Wird doch der kleindörfliche Charakter des alten Ortskerns weder durch besonders auffällige alte Fachwerkhöfe (sie brannten größtenteils um 1920 ab) noch durch besonders herausgeputzte Bürgerhäuser oder öffentliche Gebäude, einschließlich der 1952 erbauten Kirche, aufgewertet. Auch läßt die innerdörfliche Infrastruktur einige gravierende Wünsche offen. Es gibt weder Arztpraxis, Apotheke, Frisörladen noch Lebensmittelgeschäfte. Besonders Letzteres belastet nicht nur ältere Bürgerinnen und Bürger, sondern beeinträchtigt auch die so wichtige dorfinterne Kommunikation.
Aber im Dorf tut sich etwas!
Das Vereinsleben ist aktiv und gipfelt in gelungenen Dorfgemeinschaftsfesten. Die Grundschule ist nach derzeitigem Stand für absehbare Zeit als gesichert anzusehen und der in Elternträgerschaft betriebene Kindergarten ist wegen seines guten Rufes immer ausgelastet. Noch in der Planungsphase befindet sich die Erschließung eines größeren Siedlungsareals in zentraler Dorflage. Engagierte Bürgerinnen und Bürger – zusammengeschlossen im sogenannten Bürgerforum – haben das dörfliche Erscheinungsbild bereits erheblich verbessert. Zu den Leistungen des Bürgerforums gehören u.a. das erfolgreiche Bemühen um die innerdörfliche Verkehrssicherheit mittels eines Verkehrskreisels. Dem eichenen Dorfschild angegliedert ist ein Findlinsgsensemble sowie eine stilvollen Sitzgruppe. Alles aber überragt das Möllberger Wahrzeichen: die über 600 Jahre alte Dorfglocke (gegossen anno 1400). Sie wurde 2001 in historischer Form in Eigenleistung wiedererrichtet.
Das „Rahlbruch“ ist ein natürliches Kleinod. Eingebettet in die Landschaftsformen der Sand-und Kiesmoränen der Ansiedlung Schierholz, den Weserterrassen (jetzt Gemeinschaftskraftwerk) sowie der Keuperberglandschaft des Buhns besticht dieses kleine Naturschutzgebiet durch seine vielfältige Flora und Fauna.
Ein weiteres Naturschutzgebiet anderer Art wird auf den Flächen des seit 1950 betriebenen Kiesabbaues nach dessen absehbarer Beendigung entstehen.
In Möllbergen zu wohnen oder es zu besuchen lohnt sich!
Ihre Ansprechpersonen:
Herr Karl-Heinz Könemann Ortsheimatpfleger Möllbergen Möllberger Straße 170 D-32457 Porta Westfalica |
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Bürgerforum Möllbergen Frau Petra Kavanagh Schierholz 36 D-32457 Porta Westfalica |
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Bezirksausschuss VI Möllbergen/Holtrup/Vennebeck/Costedt Vorsitzender Karsten Donnecker Kahlenbrink 28 D-32457 Porta Westfalica | ||
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